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Bericht der Zürichsee Zeitung, 4. September 1990
Die Bedingungen hätten nicht besser sein können: Ein ausgiebiger Dauerregen hatte am Freitag die Atmosphäre gereinigt. Am Samstag grüsste strahlender, aber noch nicht (oder nicht mehr) zu heisser Sonnenschein die Läuferinnen und Läufer am Start. Mit 15 bis 20 Grad war die Temperatur optimal. Kurz: Die Voraussetzungen waren alle bestens für einen Lauf, der gleichzeitig Herausforderung und Abenteuer darstellte. Wichtiger als Rekorde oder Bestleistungen war schliesslich die Freude am Lauf selber wie auch an all dem Sehenswerten, das es zu passieren galt.
Das Streckenprofil gab zunächst keinen Anlass zur Sorge. Nach leichtem Auf und Ab in der schattigen Frische sonnendurchfluteter Wälder war vom Startpunkt Zürich-Fluntern nach 16 Kilometern der Pfannenstil erreicht, das sind 220 Höhenmeter. Links glitzerte der Greifensee im Morgenlicht (die ersten Läufer waren bereits um sieben Uhr morgens gestartet), rechts liess sich immer wieder der Zürichsee blicken. Auf gut zu laufenden Wanderwegen führte die Strecke alsdann tendenziell immer leicht abfallend hinunter nach Rapperswil-Jona. Am See entlang wurde nun Schmerikon erreicht - 42 Kilometer! Es folgte der Streckenabschnitt vom Linthkanal bis Nuolen, wo sich der Buechberg «in den Weg stellte». Die grösste Herausforderung dieser Seeumrundung bot wohl der 1100 Meter hohe Etzel bei 72 Kilometern. Nach einem letzten steilen «Stutz» hatte man das Ziel schon fast vor Augen - und doch galt es noch beinahe 30 Kilometer bis Langnau am Albis durchzustehen. Alles erinnerte eigentlich an eine lange Wanderung, rechts unten zeigte sich Wädenswil, über Felder führte der Weg durch den Sihlwald zum Ziel des 100 Kilometer Panoramalaufes.
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